sdg–12

Ziel 12 – Verantwortungsvoll konsumieren und produzieren

SDG Nr. 12 👉🏼Nachhaltige/r Kosum und Produktion Der Wandel zu einer Wirtschafts- und Lebensweise, die die natürlichen Grenzen unseres Planeten respektiert, kann nur gelingen, wenn wir unsere Konsumgewohnheiten und Produktionstechniken umstellen. Dazu sind international gültige Regeln für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz wichtig. Ein Beispiel: Jedes T-Shirt, das in Europa angeboten wird, hat eine lange Reise – eine lange "Lieferkette" – hinter sich. Fortschrittliche Standards in solchen Lieferketten sind ein wichtiges Instrument auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Das BMZ setzt sich darum für die Verbesserung der Umwelt- und Sozialstandards in der Textilindustrie ein. Die Bundesregierung hat das Thema "Lieferketten" außerdem zu einem Schwerpunkt während der deutschen G7-Präsidentschaft im Jahr 2015 gemacht.

Die Zielvorgaben

Was soll erreicht werden?

  1. Den Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster umsetzen, wobei alle Länder, an der Spitze die entwickelten Länder, Maßnahmen ergreifen, unter Berücksichtigung des Entwicklungsstands und der Kapazitäten der Entwicklungsländer.
  2. Bis 2030 die nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natĂĽrlichen Ressourcen erreichen.
  3. Bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschlieĂźlich Nachernteverlusten verringern.
  4. Bis 2020 einen umweltverträglichen Umgang mit Chemikalien und allen Abfällen während ihres gesamten Lebenszyklus in Übereinstimmung mit den vereinbarten internationalen Rahmenregelungen erreichen und ihre Freisetzung in Luft, Wasser und Boden erheblich verringern, um ihre nachteiligen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auf ein Mindestmaß zu beschränken.
  5. Bis 2030 das Abfallaufkommen durch Vermeidung, Verminderung, Wiederverwertung und Wiederverwendung deutlich verringern.
  6. Die Unternehmen, insbesondere groĂźe und transnationale Unternehmen, dazu ermutigen, nachhaltige Verfahren einzufĂĽhren und in ihre Berichterstattung Nachhaltigkeitsinformationen aufzunehmen.
  7. In der öffentlichen Beschaffung nachhaltige Verfahren fördern, im Einklang mit den nationalen Politiken und Prioritäten.
  8. Bis 2030 sicherstellen, dass die Menschen überall über einschlägige Informationen und das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung und eine Lebensweise in Harmonie mit der Natur verfügen.

Wie soll das Ziel erreicht werden?

  1. Die Entwicklungsländer bei der Stärkung ihrer wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten im Hinblick auf den Übergang zu nachhaltigeren Konsum- und Produktionsmustern unterstützen.
  2. Instrumente zur Beobachtung der Auswirkungen eines nachhaltigen Tourismus, der Arbeitsplätze schafft und die lokale Kultur und lokale Produkte fördert, auf die nachhaltige Entwicklung entwickeln und anwenden.
  3. Die ineffiziente Subventionierung fossiler Brennstoffe, die zu verschwenderischem Verbrauch verleitet, durch Beseitigung von Marktverzerrungen entsprechend den nationalen Gegebenheiten rationalisieren, unter anderem durch eine Umstrukturierung der Besteuerung und die allmähliche Abschaffung dieser schädlichen Subventionen, um ihren Umweltauswirkungen Rechnung zu tragen, wobei die besonderen Bedürfnisse und Gegebenheiten der Entwicklungsländer in vollem Umfang berücksichtigt und die möglichen nach-teiligen Auswirkungen auf ihre Entwicklung in einer die Armen und die betroffenen Gemeinwesen schützenden Weise so gering wie möglich gehalten werden.

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